Ashwagandha-burk med kapslar och ett glas vatten på en köksbänk

Ashwagandha Nebenwirkungen: Was du wissen solltest, bevor du startest

Schnelle Antwort: Die meisten vertragen Ashwagandha gut. Die häufigsten Nebenwirkungen sind mild: Magenbeschwerden, Übelkeit und Schläfrigkeit, meist am Anfang. Schwangere und Stillende sollten kein Ashwagandha einnehmen, und wenn du Medikamente nimmst, sprich vorher mit Arzt oder Apotheke.

Ashwagandha ist zu einem der beliebtesten Supplements gegen Stress geworden. Aber was sagt die Forschung zur Sicherheit? Hier bekommst du einen ehrlichen Überblick – ohne Panikmache und ohne etwas schönzureden.

Ist Ashwagandha sicher in der Einnahme?

Für die meisten gesunden Erwachsenen: ja. In klinischen Studien mit 240 bis 600 mg standardisiertem Wurzelextrakt pro Tag, über bis zu 12 Wochen, waren die Nebenwirkungen selten und mild. Der Anteil der Teilnehmer, die wegen Beschwerden abbrachen, war ungefähr genauso hoch wie in den Placebogruppen.

Zwei Dinge solltest du wissen. Langzeitdaten über mehrere Jahre fehlen. Und die Qualität schwankt stark von Produkt zu Produkt – die Studien gelten für standardisierte Extrakte, nicht für unidentifiziertes Pulver aus unklaren Quellen.

Wie häufig sind Nebenwirkungen in den Studien?

Die Zahlen sind beruhigend. In der Schlafstudie von 2019, in der die Teilnehmer zehn Wochen lang 600 mg pro Tag einnahmen, wurden überhaupt keine schweren Nebenwirkungen gemeldet. In der Stressstudie von 2012 beendeten 64 von 64 Teilnehmern in der Ashwagandha-Gruppe die Studie, ohne dass jemand wegen Beschwerden abbrach.

Dasselbe Bild zeigt sich in späteren Studien: Einzelne Teilnehmer berichten von leichten Magenbeschwerden oder Schläfrigkeit, ungefähr im gleichen Umfang wie in den Placebogruppen. Das heißt nicht, dass es keine Nebenwirkungen gibt – nur dass sie bei Studiendosen und begrenzter Dauer selten sind.

Denk daran, dass die Studien selten länger als zwölf Wochen laufen. Wie der Körper auf mehrere Jahre tägliche Einnahme reagiert, wissen wir schlicht nicht.

Welche Nebenwirkungen sind am häufigsten?

Hier sind die Beschwerden, die in Studien und an Behörden gemeldet wurden, ungefähr in absteigender Reihenfolge.

NebenwirkungWie häufig?Kommentar
Magenbeschwerden, weicher StuhlAm häufigstenWird weniger, wenn du die Kapsel zum Essen nimmst
ÜbelkeitWeniger häufigMeist vorübergehend in der ersten Woche
SchläfrigkeitWeniger häufigKann zum Vorteil werden – nimm die Dosis abends
KopfschmerzenSeltenTrink ausreichend Wasser
LeberbelastungSehr seltenEinzelne Fallberichte, siehe unten

Merkst du Beschwerden, die nicht innerhalb von ein bis zwei Wochen verschwinden? Reduziere die Dosis oder hör ganz auf. Kein Nahrungsergänzungsmittel ist es wert, jeden Tag einen unruhigen Magen zu haben.

Ein praktischer Tipp zur Schläfrigkeit: Nimm die ersten Dosen an einem Abend, an dem du nicht Auto fahren musst, bis du weißt, wie du reagierst. Die meisten merken nichts, aber es ist unnötig, die Grenze hinterm Steuer auszutesten. Macht dich eine Morgendosis müde, verschiebst du sie einfach auf den Abend – für viele ist das eher ein Vorteil.

Wer sollte kein Ashwagandha einnehmen?

  • Schwangere und Stillende. Sicherheitsdaten fehlen, und von der Pflanze wird in der Schwangerschaft traditionell abgeraten. Verzichte komplett.
  • Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen. Ashwagandha kann die Schilddrüsenhormone beeinflussen. Sprich zuerst mit deinem Arzt.
  • Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Die Pflanze kann das Immunsystem stimulieren. Kläre das mit deinem Arzt ab.
  • Vor Operationen. Setze Ashwagandha mindestens zwei Wochen vor einem geplanten Eingriff ab, da es Narkose- und Beruhigungsmittel verstärken kann.

Für Kinder und Jugendliche fehlen Studien, deshalb raten wir unter 18 Jahren ebenfalls ab. Unsicher, ob etwas davon auf dich zutrifft? Ein kurzes Gespräch in der Apotheke kostet nichts und bringt sofort Klarheit.

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Ashwagandha und die Leber – was wissen wir?

2020 erschien eine viel beachtete Fallserie, in der fünf Personen in Island und den USA nach Ashwagandha eine Leberbelastung entwickelten. Alle erholten sich. Gemessen an den Millionen Dosen, die jedes Jahr verkauft werden, ist das extrem selten.

In den kontrollierten Studien, in denen Leberwerte oft mitverfolgt wurden, waren Lebernebenwirkungen kein Problem. Die Risikofaktoren in den Fallberichten scheinen hohe Dosen und Produkte ohne Inhaltskontrolle zu sein. Wähle deshalb immer ein von unabhängigen Laboren getestetes Extrakt. Unser Ashwagandha wird in unabhängigen Laboren getestet und nach GMP hergestellt.

Warnsignale, die du nicht ignorieren solltest: gelbliche Haut oder gelbliches Augenweiß, dunkler Urin, Juckreiz und Müdigkeit. Hör dann sofort auf und wende dich an einen Arzt.

Welche Medikamente kann Ashwagandha beeinflussen?

Ashwagandha kann theoretisch bestimmte Medikamente verstärken oder stören. Frag immer Arzt oder Apotheke, wenn du eines der folgenden Mittel nimmst:

  • Schilddrüsenhormone (zum Beispiel Levothyroxin)
  • Beruhigungs- und Schlafmittel – die Schläfrigkeit kann sich verstärken
  • Medikamente, die Blutdruck oder Blutzucker senken
  • Immunsuppressiva

Das ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Medikament. Bei Krankheit oder Medikamenteneinnahme geht der Rat des Arztes immer vor.

So senkst du das Risiko für Nebenwirkungen

Vier einfache Gewohnheiten reichen weit:

  • Beginne in der ersten Woche mit einer Kapsel pro Tag und erhöhe dann bei Bedarf.
  • Nimm die Kapsel zu einer Mahlzeit.
  • Bleib bei den Dosen aus den Studien, meist 240–600 mg Extrakt pro Tag. Sieh dir unseren Guide zur Ashwagandha-Dosierung an.
  • Wähle ein standardisiertes, unabhängig getestetes Extrakt. In unserem Vergleich zum besten Ashwagandha siehst du, was die Produkte unterscheidet.

Überwiegen die Vorteile die Risiken?

Für gesunde Erwachsene mit Stress oder Schlafproblemen lautet die Antwort meistens ja. Die Studien zeigen deutliche Effekte auf Stress und Schlaf, während die Nebenwirkungen mild und selten sind. Lies gern unsere Übersicht zu den Wirkungen von Ashwagandha laut Forschung, bevor du dich entscheidest.

Gehörst du zu einer der Risikogruppen oben, lautet die Antwort stattdessen: Sprich zuerst mit einem Arzt. Das dauert fünf Minuten und gibt dir eine Antwort, die genau zu deiner Situation passt. Und egal, wer du bist: Kauf nie unidentifiziertes Pulver aus unklaren Quellen – da fangen die Probleme meistens an.

Häufige Fragen

Können Nebenwirkungen direkt am Anfang auftreten?

Ja, die Nebenwirkungen, die vorkommen, zeigen sich meist in den ersten Tagen. Am häufigsten sind leichte Übelkeit, weicher Stuhl oder Schläfrigkeit. Die Beschwerden verschwinden in der Regel innerhalb einer Woche, wenn sich der Körper gewöhnt hat. Die Kapseln zum Essen zu nehmen und mit einer niedrigeren Dosis zu starten, senkt das Risiko deutlich.

Ist Ashwagandha gefährlich für die Leber?

Eine ernsthafte Leberbelastung ist sehr selten. In der Forschung sind einige wenige Fallberichte beschrieben, oft in Verbindung mit hohen Dosen oder Produkten mit unklarem Inhalt. In kontrollierten Studien mit standardisiertem Wurzelextrakt waren Lebernebenwirkungen kein Problem. Bekommst du gelbliche Haut, dunklen Urin oder Juckreiz, hör auf und wende dich an einen Arzt.

Kann man Ashwagandha über lange Zeit täglich einnehmen?

Die Studien laufen meist über 8 bis 12 Wochen, und in dieser Zeit wurde die tägliche Einnahme gut vertragen. Daten über mehrjährige Anwendung fehlen jedoch. Eine gängige Praxis ist, nach zwei bis drei Monaten einige Wochen zu pausieren. Die Forschung verlangt keine Pause, aber es ist ein vorsichtiger Ansatz.

Beeinflusst Ashwagandha die Schilddrüse?

Ja, das kann sie. In einer Studie von 2018 verbesserten sich die TSH-Werte bei Menschen mit subklinischer Schilddrüsenunterfunktion. Das klingt positiv, aber wenn du Schilddrüsenhormone nimmst, kann der Effekt deine eingestellte Dosis durcheinanderbringen. Bei einer Schilddrüsenerkrankung solltest du deshalb immer zuerst mit deinem Arzt sprechen.

Kann ich Ashwagandha mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln kombinieren?

Für gesunde Erwachsene lässt sich Ashwagandha meist problemlos mit gängigen Supplements wie Magnesium, Omega-3 oder B-Vitaminen kombinieren. Negative Wechselwirkungen zwischen ihnen sind nicht bekannt. Sei aber vorsichtig mit anderen beruhigenden Pflanzen, da sich der müde machende Effekt verstärken kann. Nimmst du Medikamente, ist die Apotheke die richtige Anlaufstelle.

Quellen

  1. Chandrasekhar K et al. (2012). Ashwagandha root extract in reducing stress and anxiety: safety and efficacy. Indian J Psychol Med.
  2. Langade D et al. (2019). Efficacy and safety of ashwagandha root extract in insomnia and anxiety. Cureus.
  3. Björnsson HK et al. (2020). Ashwagandha-induced liver injury: a case series from Iceland and the US Drug-Induced Liver Injury Network. Liver Int.
  4. Sharma AK et al. (2018). Efficacy and safety of ashwagandha root extract in subclinical hypothyroid patients. J Altern Complement Med.
  5. Livsmedelsverket (schwedische Lebensmittelbehörde) – über Nahrungsergänzungsmittel und Sicherheit.
  6. EFSA – Botanicals: Sicherheitsbewertung pflanzlicher Stoffe in Lebensmitteln.
  7. 1177 Vårdguiden – Hinweise zur Medikamenteneinnahme und wann du ärztliche Hilfe suchen solltest.
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