Person vilar i en fåtölj vid ett fönster med en kopp te – lugn och återhämtning

Ashwagandha und Stress: So wird das Cortisol beeinflusst

Kurze Antwort: In mehreren placebokontrollierten Studien hat Ashwagandha sowohl den empfundenen Stress als auch das Stresshormon Cortisol gesenkt. Am deutlichsten war der Effekt in einer Studie von 2012: Das Cortisol sank um 27,9 Prozent und der empfundene Stress um 44 Prozent – nach 60 Tagen mit 600 mg KSM-66 pro Tag.

Cortisol ist das wichtigste Stresshormon des Körpers – und der Grund, warum Ashwagandha so viel Aufmerksamkeit bekommt. Hier schauen wir uns an, was das Hormon macht, was die Studien wirklich zeigen und wo die Grenzen der Wirkung liegen.

Was ist Cortisol und warum ist es wichtig?

Cortisol wird in den Nebennieren gebildet und über das Stresssystem des Gehirns, die HPA-Achse, gesteuert. Das Hormon ist lebenswichtig: Es weckt dich morgens auf, mobilisiert Energie und schärft den Fokus bei akuter Gefahr. Ohne Cortisol kämst du weder aus dem Bett noch könntest du schnell reagieren, wenn es darauf ankommt.

Die Werte folgen normalerweise einem klaren Tagesrhythmus: ein Hoch kurz nach dem Aufwachen, dann ein langsames Absinken bis zur Nacht. Wenn diese Kurve abflacht – tagsüber dauerhaft hoch, abends zu hoch – macht sich der Stress in Schlaf und Stimmung bemerkbar.

Problematisch wird es, wenn die Werte Woche für Woche erhöht bleiben. Dauerhaft erhöhtes Cortisol wird mit Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Heißhunger auf Zucker und mehr Bauchfett in Verbindung gebracht. Der Körper ist für kurze Stressspitzen gebaut – nicht für ständige Alarmbereitschaft.

Was passiert im Körper bei Dauerstress?

Bei anhaltendem Stress kommt das System nie zurück in den Ruhemodus. Der Schlaf wird flacher, was den Stresspegel am nächsten Tag weiter nach oben treibt. Ein Teufelskreis, ganz einfach.

Genau dieser Kreislauf macht Cortisol zu einem so interessanten Ansatzpunkt. Sinkt die Stressreaktion, verbessert sich oft der Schlaf – und mit besserem Schlaf verkraftest du am nächsten Tag mehr Stress. Kleine Veränderungen können deshalb mehr bewirken, als es zunächst scheint.

Anzeichen dafür, dass der Stress zu weit gegangen ist, sind unter anderem ständige Müdigkeit, Gereiztheit, Herzklopfen und Gedächtnisprobleme. Erkennst du dich in mehreren Punkten wieder, solltest du dich zum Thema Stress ärztlich beraten lassen – bevor du im Supplement-Regal nach Lösungen suchst.

So beeinflusst Ashwagandha das Cortisol laut Studien

Ashwagandha ist die Pflanze mit der stärksten klinischen Datenlage beim Thema Stress. Drei Studien stechen heraus:

StudieTeilnehmer und DosisErgebnis
Chandrasekhar 201264 chronisch gestresste Erwachsene, 600 mg KSM-66/Tag über 60 TageCortisol −27,9 %, empfundener Stress −44 % gegenüber Placebo
Salve 201958 gesunde Erwachsene, 250 oder 600 mg/Tag über 8 WochenBeide Dosen senkten Cortisol und Stress; 600 mg am deutlichsten
Lopresti 201960 Erwachsene mit leichter innerer Unruhe, 240 mg Extrakt/Tag über 60 TageWeniger Unruhe im Selbstbericht und niedrigeres Morgencortisol

Das Muster ist einheitlich: Die tägliche Einnahme eines standardisierten Wurzelextrakts über mindestens acht Wochen senkt sowohl das gemessene Cortisol als auch den Stress, den die Teilnehmer selbst angeben. Die Studien sind vergleichsweise klein, aber die Ergebnisse zeigen Studie für Studie in dieselbe Richtung. Einen Überblick über die weiteren Wirkungen der Pflanze findest du im Artikel über die Wirkungen von Ashwagandha laut Forschung.

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Was ist ein Adaptogen – und ist Ashwagandha eins?

Adaptogene sind Pflanzen, die dem Körper helfen sollen, sich an Stress anzupassen, statt nur in eine Richtung zu dämpfen oder anzuregen. Der Begriff ist umstritten, und die EFSA hat für Ashwagandha keine Health Claims zugelassen.

Was Ashwagandha von vielen anderen Pflanzen unterscheidet, ist allerdings die Zahl der placebokontrollierten Studien. Forscher vermuten, dass die Withanolide in der Wurzel die Aktivität der HPA-Achse dämpfen, was die gesunkenen Cortisolwerte erklären würde. Vollständig geklärt ist der Mechanismus aber nicht.

Wie schnell macht sich die Wirkung auf den Stress bemerkbar?

Gib dem Ganzen Zeit. Die Studien haben ihre Hauptergebnisse nach 60 Tagen gemessen. Manche Teilnehmer merkten schon nach ein paar Wochen einen Unterschied, aber die volle Wirkung baut sich langsam auf.

Regelmäßigkeit schlägt Uhrzeit: Nimm die Dosis jeden Tag, morgens oder abends. Welcher Zeitpunkt zu deinem Ziel passt, klären wir im Artikel darüber, wann man Ashwagandha einnehmen sollte.

Kann man sein Cortisol messen?

Ja, Cortisol lässt sich in Blut, Speichel oder Urin messen, und private Labortests sind beliebt geworden. Interpretiere die Zahlen aber mit Vorsicht. Cortisol schwankt im Tagesverlauf stark – morgens am höchsten, um Mitternacht am niedrigsten – und wird von allem beeinflusst, vom Schlaf bis zum Training am Vortag.

Ein einzelner Wert sagt deshalb ziemlich wenig aus. In den Studien wurde Cortisol unter kontrollierten Bedingungen zur selben Uhrzeit gemessen, vorher und nachher. Für dich privat ist das eigene Empfinden oft der bessere Maßstab: Schläfst du besser, bist du weniger schnell gereizt, hast du mehr Energie?

Vermutest du eine echte Hormonstörung, gehört die Messung in ärztliche Hände, nicht in einen Heimtest.

Ashwagandha ist nicht die ganze Lösung

Kein Supplement gleicht ein Leben in ständiger Schieflage aus. Die Basics kommen zuerst:

  • Schlaf: 7–9 Stunden, jeden Tag zu denselben Zeiten.
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Stressniveau messbar.
  • Grenzen: Pausen im Arbeitstag und bildschirmfreie Zeit vor dem Schlafengehen.

Ashwagandha kann eine Unterstützung obendrauf sein – kein Ersatz für die Grundlagen. Mehr Werkzeuge für den Alltag findest du in unserem Sortiment für Stress und Erholung, und im Vergleich bestes Ashwagandha siehst du, worin sich die Produkte unterscheiden.

Wann solltest du stattdessen Hilfe suchen?

Such dir ärztliche Hilfe, wenn der Stress dir Woche für Woche schlaflose Nächte, Panikgefühle oder gedrückte Stimmung bereitet oder du dich an Wochenenden und im Urlaub nicht mehr erholst. Das können Anzeichen einer Erschöpfung sein – und dann ist die Arztpraxis der richtige Weg, nicht das Supplement. Je früher du dir Hilfe holst, desto kürzer ist meist der Weg zurück.

Für gesunde, aber gestresste Erwachsene ist die Lage einfacher: eine tägliche Kapsel KSM-66 über acht Wochen ist ein gut dokumentiertes Experiment mit geringem Risiko. Zieh danach Bilanz und behalte nur, was dir wirklich hilft.

Häufige Fragen

Wie stark senkt Ashwagandha das Cortisol?

In der meistzitierten Studie von 2012 sanken die Cortisolwerte im Schnitt um 27,9 Prozent nach 60 Tagen mit 600 mg KSM-66 pro Tag. Spätere Studien zeigten Senkungen in dieselbe Richtung, wenn auch oft kleinere. Der genaue Effekt variiert von Person zu Person und hängt von Dosis, Stresslevel und Einnahmedauer ab.

Wie lange dauert es, bis der Stress nachlässt?

Die Studien haben ihre Ergebnisse nach 30 bis 60 Tagen gemessen, und die deutlichsten Effekte zeigten sich am Studienende. Manche Teilnehmer berichteten schon nach zwei bis vier Wochen von einer Besserung. Rechne mit mindestens einem Monat täglicher Einnahme, bevor du Bilanz ziehst – und gib dem Ganzen gern zwei Monate, bevor du ein Urteil fällst.

Kann ich Ashwagandha bei einem Burnout nehmen?

Ein Burnout bzw. Erschöpfungssyndrom ist ein medizinischer Zustand, der ärztliche Behandlung, Auszeit und professionelle Begleitung erfordert. Ashwagandha ist ein Nahrungsergänzungsmittel und ersetzt nichts davon. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, bevor du ein Supplement ergänzt, damit sich nichts mit deiner Behandlung beißt. Bei Verdacht auf Erschöpfung: zuerst ärztlichen Rat einholen.

Welche Dosis wurde in den Stressstudien verwendet?

Die meisten Stressstudien verwendeten 600 mg standardisierten Wurzelextrakt pro Tag, oft auf zwei Dosen verteilt. Ein Dosisvergleich von 2019 testete 250 gegen 600 mg und fand, dass beide Cortisol und empfundenen Stress senkten, die höhere Dosis aber am deutlichsten wirkte. Unterhalb von 240 mg pro Tag ist die Datenlage schwach.

Quellen

  1. Chandrasekhar K et al. (2012). A prospective, randomized double-blind, placebo-controlled study of ashwagandha root extract in reducing stress and anxiety. Indian J Psychol Med.
  2. Salve J et al. (2019). Adaptogenic and anxiolytic effects of ashwagandha root extract in healthy adults. Cureus.
  3. Lopresti AL et al. (2019). An investigation into the stress-relieving and pharmacological actions of an ashwagandha extract. Medicine (Baltimore).
  4. Pratte MA et al. (2014). An alternative treatment for anxiety: a systematic review of human trial results for ashwagandha. J Altern Complement Med.
  5. 1177 Vårdguiden – Informationen zu Stress und wann man ärztliche Hilfe suchen sollte (schwedische Gesundheitsbehörde).
  6. EFSA – Botanicals: Bewertung pflanzlicher Stoffe in Lebensmitteln.
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