Q10-burk från VitaNord på ett träbord bredvid ett glas vatten i mjukt dagsljus

Q10: Vorteile, Funktion und wer es braucht

Kurze Antwort: Q10 (Coenzym Q10) ist ein fettlöslicher Stoff, den die Zellen zur Energiegewinnung nutzen und der als Antioxidans wirkt. Der Körper stellt es selbst her, doch der Spiegel sinkt mit dem Alter und unter einer Statin-Therapie. Präparate werden vor allem bei Herzgesundheit, Energie und Muskelbeschwerden unter Statinen diskutiert.

Was ist Q10 und was macht es im Körper?

Q10 sitzt in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle. Dort hilft es, Nährstoffe in ATP umzuwandeln – die Energie, von der die Zellen leben. Organe, die rund um die Uhr hart arbeiten, etwa Herz, Leber und Nieren, weisen die höchsten Werte auf.

Q10 kommt in zwei Formen vor. Ubichinon ist die oxidierte Form, Ubichinol die reduzierte. Der Körper wechselt je nach Bedarf selbst zwischen ihnen. Neben der Energiegewinnung wirkt Q10 als fettlösliches Antioxidans und schützt die fetthaltigen Bestandteile der Zellmembranen vor Oxidation. Wegen dieser Doppelrolle – Energie und Antioxidans – richtet sich das Interesse oft auf Gewebe mit hohem Stoffwechsel.

Der Name kommt daher, dass der Stoff ein Coenzym ist, also ein Helfer der körpereigenen Enzyme, und die „10“ steht für die Zahl der Einheiten in seinem chemischen Schwanz. Ein wenig Q10 nimmst du über die Nahrung auf, den Großteil stellt der Körper aber selbst her.

Welche Vorteile von Q10 sind durch Forschung belegt?

Die meisten Daten gibt es zum Herzen. In der großen Q-SYMBIO-Studie von 2014 erhielten Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz täglich 300 mg Q10 oder ein Placebo. Nach zwei Jahren sahen die Forscher weniger schwere Herzereignisse in der Q10-Gruppe. In der schwedischen KiSel-10-Studie wurde Q10 bei älteren Menschen mit Selen kombiniert, und die Forscher berichteten über eine niedrigere herz-kreislauf-bedingte Sterblichkeit im Verlauf der Nachbeobachtung.

Für andere Einsatzgebiete – Migräne, Müdigkeit und Fruchtbarkeit – ist die Datenlage schwächer oder uneinheitlicher. Q10 ist kein Medikament und heilt keine Krankheiten, aber die Belege für die Herzgesundheit sind am deutlichsten. Eine Übersichtsarbeit zu Q10 bei Alterung und Krankheit weist darauf hin, dass niedrigere Q10-Werte bei mehreren Zuständen auftreten, doch die Forscher betonen, dass ein niedrigerer Spiegel nicht automatisch bedeutet, dass ein Präparat hilft.

  • Unterstützt die Energieproduktion der Zellen in den Mitochondrien.
  • Wirkt als fettlösliches Antioxidans und wirkt oxidativem Stress entgegen.
  • Am meisten bei Herzinsuffizienz und statinbedingten Muskelbeschwerden untersucht.
  • Der körpereigene Spiegel sinkt natürlicherweise ab etwa 40 Jahren.

Wer braucht Q10 am meisten?

Die meisten gesunden Menschen bekommen genug über die eigene Produktion und die Ernährung. Einige Gruppen haben mehr Grund, sich ein Präparat genauer anzusehen:

  • Ab 40 Jahren – die körpereigene Synthese nimmt allmählich ab.
  • Statin-Anwender – Statine senken den Q10-Spiegel des Körpers. Mehr dazu in unserem Artikel über Q10 und Statine.
  • Frauen mit Kinderwunsch – siehe Q10 und Fruchtbarkeit.
  • Menschen mit hoher körperlicher Belastung, die ihren Energiestoffwechsel unterstützen möchten.
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Wie viel Q10 pro Tag ist sinnvoll?

Die Studien nutzen eine große Bandbreite. Herzstudien liegen oft bei 100–300 mg pro Tag, aufgeteilt auf ein paar Einnahmen. Für den allgemeinen Gebrauch reichen oft 100–300 mg. Unser Q10 300 mg liegt im oberen Bereich.

SituationÜbliche DosisEinnahme
Allgemeine Erhaltung100 mg1-mal/Tag
Statin-Anwender100–200 mgZu einer Mahlzeit
Herzgesundheit (Studiendosis)200–300 mgAufgeteilt auf 2-mal

Q10 ist fettlöslich und wird am besten zusammen mit etwas fetthaltiger Nahrung aufgenommen. Nimm es daher am besten zum Frühstück oder Mittagessen statt auf nüchternen Magen. Vergleiche Produkte in unserem Ratgeber zum besten Q10.

Wie schnell macht sich eine Wirkung bemerkbar?

Q10 sorgt nicht für ein sofortiges Gefühl wie Koffein. Die Werte im Blut bauen sich über einige Wochen regelmäßiger Einnahme auf. In Studien werden Effekte oft erst nach mehreren Wochen bis Monaten bewertet. Geduld und Regelmäßigkeit spielen also eine größere Rolle als eine besonders hohe Dosis an einzelnen Tagen.

Ist Q10 sicher?

Q10 wird in der Regel gut vertragen. Milde Nebenwirkungen wie Übelkeit oder weicher Stuhl können bei hohen Dosen auftreten. Q10 kann die Wirkung blutverdünnender Medikamente vom Warfarin-Typ beeinflussen. Nimmst du verschreibungspflichtige Medikamente, sprich zuerst mit einem Arzt oder in der Apotheke. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass Nahrungsergänzungsmittel eine abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Q10 und Energie – was kannst du erwarten?

Viele nehmen Q10 in der Hoffnung auf mehr Ausdauer. Da der Stoff Teil der zellulären Energieproduktion ist, klingt der Gedanke logisch, doch für gesunde Menschen mit normalen Werten fehlen klare Belege dafür, dass Q10 zusätzliche Energie liefert. Am größten ist die Wirkung wahrscheinlich bei denen, die von Anfang an einen niedrigen Spiegel haben, etwa im höheren Alter oder unter einer Statin-Therapie.

Q10 wird manchmal mit Selen, Magnesium oder B-Vitaminen kombiniert, die ebenfalls am Energiestoffwechsel beteiligt sind. Ein magisches Präparat, das Schlaf, Ernährung und Bewegung ersetzt, gibt es aber nicht. Sieh Q10 als mögliche Ergänzung, nicht als Abkürzung.

Q10 aus Nahrung im Vergleich zum Präparat

Die Ernährung liefert etwas Q10, aber die Mengen sind gering. Willst du die Zufuhr über die Nahrung erhöhen, steckt der Stoff vor allem in:

  • Fettem Fisch wie Lachs, Hering und Makrele
  • Rindfleisch und Innereien
  • Nüssen und Samen
  • Bestimmten Pflanzenölen und Vollkorn

Um die untersuchten Dosen zu erreichen, braucht es in der Praxis ein Präparat. Eine normale Ernährung liefert einige Milligramm pro Tag, während die Studiendosen bei mehreren Hundert Milligramm liegen.

Häufige Fragen

Wofür ist Q10 gut?

Q10 wird von den Zellen zur Energiegewinnung genutzt und wirkt als Antioxidans. Am stärksten ist die Forschung zur Herzgesundheit, wo Studien bei Herzinsuffizienz weniger Ereignisse zeigten. Es wird außerdem bei statinbedingten Muskelbeschwerden und als allgemeine Unterstützung des Energiestoffwechsels diskutiert, wenn der eigene Spiegel mit dem Alter sinkt.

Wann beginnt das körpereigene Q10 zu sinken?

Die körpereigene Produktion von Q10 erreicht im jungen Erwachsenenalter ihren Höhepunkt und beginnt dann allmählich zu sinken, am deutlichsten ab etwa 40 Jahren. Die Werte im Herzen und in anderen energieintensiven Organen nehmen am stärksten ab. Eine Statin-Therapie senkt den Spiegel zusätzlich, was einer der Gründe ist, warum ein Präparat gerade in diesen Gruppen diskutiert wird.

Ubichinon oder Ubichinol – was soll ich wählen?

Beide funktionieren. Ubichinol ist die reduzierte Form und wird manchmal als besser aufnehmbar beworben, aber der Körper wechselt selbst zwischen den Formen. Für die meisten sind Dosis und Regelmäßigkeit wichtiger als die Form. Nimm Q10 zusammen mit etwas Fett in der Nahrung, denn der Stoff ist fettlöslich und wird so besser aufgenommen.

Kann ich Q10 nehmen, wenn ich Blutverdünner nehme?

Q10 kann die Wirkung blutverdünnender Medikamente vom Warfarin-Typ verringern. Nimmst du solche Medikamente, solltest du mit einem Arzt oder der Apotheke sprechen, bevor du mit einem Präparat beginnst, damit mögliche Blutwerte kontrolliert werden können. Für gesunde Menschen ohne Medikamente gilt Q10 als gut verträgliches Präparat.

Kann ich Q10 über die Nahrung aufnehmen?

Ja, aber nur in kleinen Mengen. Q10 steckt unter anderem in fettem Fisch, Innereien, Rindfleisch, Nüssen und bestimmten Pflanzenölen. Eine normale Ernährung liefert oft nur einige Milligramm pro Tag, deutlich weniger als die Dosen in Studien. Der Großteil des körpereigenen Q10 wird daher von den Zellen selbst hergestellt, statt aus der Nahrung zu stammen.

Quellen

  1. Testai L, u. a. Coenzyme Q10 Supplementation in Aging and Disease (PMC)
  2. Mortensen SA, u. a. Q-SYMBIO: Coenzym Q10 bei chronischer Herzinsuffizienz (PubMed)
  3. Alehagen U, u. a. Selen und Coenzym Q10, KiSel-10 (PubMed)
  4. Livsmedelsverket – Nahrungsergänzungsmittel
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